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KG Kölsche NarrenGilde - Sonntagskostümsitzung im Maritim

2017
KG Kölsche Narrengilde - Sonntagskostümsitzung im Maritim
Köln. Etwas schwierig gestaltete sich die Anreise am Karnevalssonntag, denn aus Sicherheitsgründen war die Stadt in vielen Teilen abgesperrt und nur mit Sondergenehmigungen befahrbar. Zwar war es für uns mit Presseausweis nicht ganz so schwierig, zum Maritim zu gelangen, aber etwas mulmig wird es schon, wenn eine Polizistin mit Maschinengewehr vor dem Auto steht und fragt, wohin man denn fahren möchte.
Gut angekommen erfuhren wir dann, dass die meisten Gäste und auch Verantwortlichen doch recht pünktlich eingetroffen waren und durch die Presseankündigungen auch vorbereitet waren und größtenteils die öffentlichen Verkehrsmittel genutzt hatten.
Deshalb war der Saal auch gut gefüllt, als der Musikzug Kölner Husaren grün-gelb, der die große kölsche NarrenGilde-Familie vervollständigt, als Auftakt einzog.



Der Albtraum jedes Literaten ist ein Loch im Programm und wenn es schon am Anfang geschieht, hält der Rest der Gesellschaft ihm die Riechfläschchen schon bereit. Kurz vor der Sitzung erfuhr er, dass Marc Metzger nicht auftreten würde. Für einen Ersatz ist es dann zu spät, aber die Gruppe Kölschraum, die "kleinen" Höppemötzjer und die Räuber zogen ihre Auftritte etwas in die Länge und bis dann Martin Schopps und die Paveier vor der Pause ihre Auftritte gemeistert hatten, war man wieder gut in der Zeit.



Die Räuber sind in dieser Session zum letzten Mal mit ihrem Frontsänger Karl-Heinz Brand "Charly" unterwegs, da dieser sich entschieden hat, diese Session zu seiner letzten aktiven zu machen. Die letzte Chance also, ihn zu ehren - und das tat die NarrenGilde und ernannte ihn zum Ehrensenator der Gesellschaft. Als Zugabe gab es dann nach dem Wunsch des Präsidenten der Kölschen NarrenGilde gab es dann etwas Besonderes für die Ohren:
Creedence Clearwater Revival - die Band, die als The Blue Velvets Anfang 1959 gegründet wurden, ist den jüngeren Besuchern eher weniger ein Begriff. Umso mehr freuten sich die nicht mehr so jungen Sitzungsteilnehmer und rockten, was das Zeug hielt. Da hatten alle Spaß: Die Band, der Elferrat und das Publikum.
Nach der Pause gab es noch einmal die Höppemötzjer, die im Baywatch- und Dalmatiner-Outfit auftraten, denn bei dieser letzten Sitzung ist jecker als jeck erlaubt, die Klüngelköpp, Bernd Stelter, die Domstürmer und Kasalla folgten. Mit der Druckluft-Marching-Band gab es nicht nur schrille Farben, sondern auch verrückte und mitreißende Big-Band-Musik auf die Ohren. Die immer wieder mit Querbeat verwechselte Band war in letzter Zeit öfter zu sehen und zu hören und es bleibt abzuwarten, was da noch kommen mag.
Da wurde es fast schon festlich, als nach 23 Uhr alle Frack- und Litewka-Träger auf die Bühne gebeten wurden und die Gäste mit "Heimweh noh Kölle" nach Hause oder zu den in der Stadt stattfindenden Partys geschickt wurden.



Mit dem Pin, der in einer Aktion, die von Stefan Virnich und Stefan Bertrams ins Leben gerufen wurden, verkauft wurde, konnten Spenden gesammelt werden, die an das Kinder- und Jugendhospiz Köln-Süd gehen werden. Ein Scheck über 1.111,11 € geht auf jeden Fall an das Hospiz - ob der Betrag sich noch erhöhen wird, stand während der Sitzung noch nicht fest.



Text: Angela Stohwasser
Fotos: Reiner Besgen, Angela Stohwasser
Hier unser Fotoalbum: 

KG Kölsche NarrenGilde - Sonntagskostümsitzung im Maritim

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