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In Erinnerung an einen guten Freund - Persönliche Erinnerungen an Kurt Braun

2020

In Erinnerung an einen guten Freund


Persönliche Erinnerungen an Kurt Braun, unseren Freund, Mitstreiter und Kameraden


Heute ist ein schwerer Tag für uns. Wir nehmen mit der Gedenkfeier und Beerdigung teil am letzten Geleit für unseren Freund Kurt Braun. Natürlich sind wir sehr traurig, mit ihm einen enorm fleißigen Mitstreiter für Kölsche-Fastelovend-Eck zu verlieren, es war sogar im Gespräch, dass er die Seite einmal übernehmen wird, wenn sich die Erkrankung von Reiner Besgen, dem Chefredakteur der Seite, nicht bessern sollte. Seine Antwort auf die Frage, ob er das tun würde, war: „Das wäre mir eine große Ehre, wenn ihr mir das zutraut.“


Klar, er war fast von Anfang an an unserer Seite und mit den Jahren waren wir drei ein Team, das ohne viele Worte funktionierte. Eine kurze Nachricht über die sozialen Medien oder ein Anruf und schon waren die Aufgaben geklärt. Mit den Jahren hatte es sich ganz automatisch so entwickelt, dass bestimmte Gesellschaften sein Gebiet waren und seine Berichte waren immer ausgesprochen gut recherchiert. Oft hatte er noch in der Nacht nach einer Veranstaltung den Bericht am Computer fertig gestellt, damit dieser schnell ins Netz kommt.


Doch das ist nicht die Hauptsache, die uns um ihn trauern lässt.


Als wir Kurt kennenlernten, lernten wir auch seine Mutter kennen, zu der er ein sehr inniges Verhältnis hatte. Da sein Bruder schon sehr früh aus der Familie gerissen wurde, war er als einziger Sohn immer für seine Mutter da. Als sie im Rollstuhl sitzen musste, hörte er nicht auf, immer für sie da zu sein, er schleppte den Rollstuhl und seine Mutter aus dem 3. Stock nach unten, da kein Aufzug zur Verfügung stand und diese Prozedur ging natürlich umgekehrt ebenfalls los, wenn sie von den Veranstaltungen zurückkamen. Manchmal fand er einen Freund, der ihm half, Mutter und Rollstuhl wieder in den 3. Stock zu tragen – aber manchmal eben auch nicht, und dann packte er es ganz allein.

Dass er sich sportlich engagierte und auch am Köln-Marathon teilnahm, war notwendig, damit er genug Kraft dafür hatte. Wenn er uns davon erzählte, war unsere Reaktion: „Kurt, wenn man sich einen Sohn aussuchen dürfte, dann würden wir dich nehmen…“


Er fand dann eine Wohnung für seine Mutter im Erdgeschoß, wo vorher schon eine Dame im Rollstuhl gewohnt hat. Dort konnte sie barrierefrei in die Wohnung rollen und auch Bad und Toilette waren so eingerichtet, dass sie auch mal allein zurechtkommen konnte. Leider war sein Aufruf, dass er Hilfe für den Umzug braucht, nicht sehr erfolgreich und so waren es keine 10 Personen, die mit anpackten, um einzupacken und zu schleppen. Tagelang – wenn nicht wochenlang – hatte er noch mit den Restarbeiten zu tun.

Gab es nachts ein Problem, rief sie ihn an und er setzt sich auf seinen Roller und fuhr auch schon mal mitten in der Nacht zu ihr und dann wieder nach Hause ins eigene Bett. Trotz dieser Belastung war er immer zu allen freundlich und geduldig und auch seine Tätigkeit im Sicherheitsdienst zeigte, dass er stets deeskalierend wirkte, was ihn bei Freunden und Kollegen sehr beliebt machte.
Es gäbe noch viel über ihn zu erzählen, er hatte gute Freunde und Freundinnen, denen er aus seinem Leben berichtet hat und es würde zu viel sein, all das zu erzählen. Dies ist nur eine von den Situationen, die uns in seinem Leben beeindruckt haben.
Mit Respekt und Liebe werden wir heute Abschied nehmen und als Christen wissen wir, dass wir uns eines Tages wiedersehen werden.
Wir haben schon von vielen Menschen Abschied nehmen müssen und unser Gedanke, oder auch die letzten Gespräche waren oft: Da ist wieder ein Schutzengel mehr im Himmel, der auf uns aufpasst.

Wir hätten gern auf diesen einen Schutzengel mehr verzichtet und ihn noch hier auf der Erde behalten. Aber es ist – auch wenn wir es immer noch nicht verstehen – leider anders gekommen und wenn wir in seinem Sinne handeln, dann machen wir weiter mit dem, was für ihn wichtig war und halten die Erinnerung an ihn wach.


Reiner und Angela

In Erinnerung an einen guten Freund - Persönliche Erinnerungen an Kurt Braun

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