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Wenn im Gotteslob plötzlich Kölsch steht!

2018
 


Wenn im Gotteslob plötzlich Kölsch steht!
Domgottesdienst für Kölner Karnevalisten im Kölner Dom 2018
Köln. Normalerweise schieben sich Touristenhorden durch den Kölner Dom und die Domschweizer haben genug damit zu tun, den Herren ihre Hüte und Mützen zu verbieten, schließlich ist man in einem Gotteshaus und da darf nur Frau den Kopf bedecken. Aber einmal im Jahr ist das anders, einmal im Jahr erklingen kölsche Tön im Dom und auch die Gaben sind andere, wie in einem normalen Gottesdienst. Die Domschweizer wurden traditionell von den Lyskirchener Goldene Hellige Knäächte und Mägde unterstützt, die sich tatkräftig um die Gäste kümmerten.

 


Am 04.Januar 2018 war es wieder soweit, die Kölner Karnevalisten und alle die es erleben wollten, waren eingeladen zum Domgottesdienst der besonderen Art. Und das merkte man schon am Anfang, immer mehr Uniformträger betraten den Dom und zahlreich ließen sie ihre Gesellschaftsmützen oder auch Dreispitz auf, sonst ja ein No-Go. Erzbischof Rainer Maria Woelki begrüßte vor Beginn noch das designierte Kinder- und auch das große Dreigestirn. Domprobst Gerd Bachner begrüßt derweil die zahlreich erschienenen Medienvertreter. Und dann, pünktlich um 18:30 Uhr geht es endlich los, die Plaggeköpp, eine Vereinigung aller Fahnen- und Standartenträger im Kölner Karneval, eröffnet mit seinem feierlichen Einzug den Gottesdienst. Schier unendlich ist die Zahl der Fahnen die gen Hochaltar ziehen und letztlich im Chor um den Dreikönigsschrein Aufstellung nehmen. Ja sogar „Wilde“ waren unter den Einziehenden, die Poller Böschräuber. Mit dabei sind auch Abordnungen vieler Tanzgruppen und Tanzpaare der Traditionskorps, die dort Platz nehmen, wo sonst die Geistlichkeit sitzt. Zum guten Schluss kommt die Gesellschaft des designierten Dreigestirns, die Nippeser Bürgerwehr v. 1903 e. V. - auch sie nehmen im Chor Platz. Mit dabei auch „Dr Neppes“, sichtlich das Maskottchen der Appelsinefunke us Nippes.



Mit Erzbischof  Woelki zogen auch der Stadtsuperintendent der evangelischen Kirche Rolf Domning, Dom- und Stadtdechant Msgr. Robert Kleine und weitere Vertreter des Domkapitels zum Hochaltar. Untermalt wurde der Einzug durch die Domstädter Köln e. V. und die Kölner Ratsbläser.
Nach den Eröffnungsworten des Erzbischofs Woelki stand zunächst die Segnung der Karnevalskerze auf dem Programm, zu der Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn und das designierte Kinderdreigestirn Prinz Balthasar I. (Zeibig), Bauer Kai (Faßbender) und Jungfrau Marie (Kirsch) gerne hinzukamen. Die Drei haben schließlich die neue Karnevalskerze zusammen erschaffen. Die Kerze wird nun bis Aschermittwoch am Dreikönigenschrein brennen und hoffentlich für trockenes Wetter während der Züge sorgen.
Die Lesungen und Predigt wurden durch Kardinal, Stadtsuperintendent und Domdechant gehalten. Die Fürbitten von beiden Dreigestirnen, wobei Domvikar Tobias Hopmann gerne dem kleinen Dreigestirn mögliche Ängste nahm und gerne das Mikrofon hielt. In besten Kölsch hielten Prinz Michael II. (Michael Gerhold), Bauer Christoph (Christoph Stock) und Jungfrau Emma (Erich Strobl) ihre Fürbitten.
Appelsinefünkche, also die Kleinen der Nippeser Bürgerwehr, hatten bei der Gabenbereitung alle Hände voll zu tun, denn beim Karnevalsgottesdienst sind die Gaben besondere und nicht die, die man unbedingt in der Kirche erwartet. Die Kinder übergaben einen Korb an Kardinal Woelki, der es in sich hatte. Mottoschal, Festkomitee-Orden und das Kindermaskottchen Jecko des Festkomitees waren nur einige der Gaben. Dazu bekam Kardinal Woelki ein Krätzchen der Dreigestirns-Gesellschaft Nippeser Bürgerwehr von 1903 e. V. überreicht. Die wohl schwerste Bürde hatte ein kleiner Gardist auf dem Arm, ein 10L-Fäßchen Kölsch, das aber nahm der Kardinal schnell an sich um den Jungen zu entlasten.



Jeder kennt das Lied „Großer Gott wir loben Dich“, für das extra zwei Strophen auf Kölsch ins Gottes Lob aufgenommen wurden. Scheint wohl doch die Sprache des Herrn zu sein, wenn man der Geschichte der Verteilung der Dialekte glauben mag.
Nach Danksagung durch Präsident Christoph Kuckelkorn und Schlussgebet und Segen von Erzbischof Woelki endete der Domgottesdienst auf kölsche Weise. Zu den Klängen von „Am Dom zo Kölle“ zogen die Karnevalisten, an der Spitze die Plaggeköpp, aus. Im nächsten Jahr treffen sich alle wieder zum Gottesdienst für Kölner Karnevalisten.

Text und Fotos: Kurt Braun
 

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