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50 Jahre Laache, danze und fiere mit Selbstverpflegung

2014
 


50 Jahre Laache, danze und fiere mit Selbstverpflegung nicht nur in der Arena
Die „Lachende“ feiert 50 Jahre und lädt zur ersten öffentlichen Pressekonferenz ein
Köln. Die „Generalprobe“ für die Erfolgsgeschichte der Lachenden Kölnarena und ihren Schwesterveranstaltungen, z. B. in Bonn, Kerkrade (NL) und Krefeld fand 1965 nicht, wie man vielleicht erwarten könnte, in Köln statt, sondern in Dortmund und so heißt es auch auf den Plakaten aus dem Jahr 1967 noch „Die große Kölner und Dortmunder Prunksitzung“. Die Premiere fand damals, nach einer Idee von Direktionschef Otto Hofner vor 10.000 Menschen statt. Eine Idee, die den Karneval in damaliger Zeit revulotionieren sollte und hat, denn Hofner wollte weg vom bekannten Sitzungskarneval.
Die Zeit für Begrüßungen, Ehrungen und Spendeneingänge wurde eingespart, dafür ein Nonstop-Programm geboten. Hinzu kam, dass man für sein leibliches Wohl selber sorgen konnte. Eine wahre Volkssitzung war geboren. Heute, fünfzig Jahre später, sieht man „eigentlich“ kaum Veränderungen. Das Plakat ist fast identisch mit dem Plakat aus dem Jahr 1967, die Selbstversorgung gibt es immer noch und auch das Programm ist immer noch Nonstop von der Eröffnung um 19:11 Uhr bis 02:00 Uhr in den Morgen, nur eine kurze Pause bietet Gelegenheit zum Luft holen. 

 
 


Aus Anlass des 50. Geburtstags hatte sich die Gastspieldirektion Otto Hofner, heute geführt von Eberhard Bauer-Hofner, etwas Besonderes für seine Lachende und die Kölner einfallen lassen. Er lud zur ersten öffentlichen Pressekonferenz in die Köln- bzw. Lanxess-Arena ein und präsentierte den Besuchern bei einem Freikölsch einen Einblick in das Geschehen bei der Lachenden Kölnarena. Künstler aus den letzten 50 Jahren, die die Bühne der Sporthalle, bzw. der Arena geschafft hatten und zahlreiche Vertreter der Einmarschgruppen waren erschienen, um zum Geburtstag zu gratulieren. Durch das Programm führte ein gut gelaunter Marc Metzger, alias der Blötschkopp. Bei der Präsentation der Presse-Mappe erschallte plötzlich die Stimme des Kölsch Hännesche (Jacky von Goretzky-Gorny) und begrüßte den Leser der Mappe im Jubiläumsjahr der Lachenden Kölnarena.
Eröffnet wurde die Veranstaltung durch die Kölner Husaren von 1972 e. V., die auch traditionell mit dem Treuen Husar einmal rund um den Innenraum zogen. Auch wenn die Ränge leer waren, dennoch konnte man ein wenig die Lachende Kölnarena spüren. Und dann zogen auch schon die ersten Protagonisten ein: Unter der musikalischen Begleitung des Stabstrompeters Helmut Blödgen mit dem Regimentsorchester der kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e. V. zogen Abordnungen der Traditionskorps wie der Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e. V mit ihrem Präsidenten Heinz Günther Hunold, „die Laachduv vun dr Ülepooz“, die Kölner Funkenartillerie blau-weiß v. 1870 e.V. mit ihrem Präsidenten Peter Griesemann und Altstädter Köln von 1922 e.V. auf die Bühne. 
Der Einzug der Künstler, der von den Domstürmern musikalisch begleitet wurde, hatte was von rotem Teppich in Hollywood. Im Blitzlichtgewitter der anwesenden Presse und Medien zog es alle zur Bühne, um dem Chef zu gratulieren, ob Gerd Rück (Ne Weltenbummler); Fritz Schopps (Et Rumpelstilzje), Klaus und Willi, die 1. Kölner Hunnen Horde v. 1958 e. V., die Stattgarde Colonia Ahoj e. V., Neppeser Ahrschwärmer, Ludwig Sebus, Lotti Krekel, Samy Orfgen, Paveier, Bläck Fööss, Höhner, Kasalla, Cat Ballou, Thorrer Schnäuzer Ballett, Swinging Fanfars und viele mehr.



Isabelle Assenmacher-Wertz (vertrat ihren Vater und langjährigen Arenachef Ralf-Bernd Assenmacher), Stefan Löcher (Geschäftsführer der Lanxess-Arena), Christoph Kuckelkorn (Vizepräsident und Rosenmontagszugleiter des Festkomitees Kölner Karneval v. 1823 e. V.) und Franz Wendland (Chef der alten Kölner Sporthalle) erzählten in einer lockeren Runde mit Herrn Bauer-Hofner und Marc Metzger ihre Erlebnisse mit der Lachenden Kölnarena oder Sporthalle.
Mit dabei auch Marie-Luise Nikuta, die von Chef Eberhard Bauer-Hofner einen Strauß roter Rosen für ihre langjährige Treue erhielt und sich überreden ließ, noch einmal ihr aktuelles Mottolied „Social jeck –kunterbunt vernetzt“ zu singen. Sie wird im Programm der Arena fehlen, aber nicht vergessen werden. Genauso wenig, wie ein Mann nicht vergessen wurde, der nur ein Wort brauchte um damals die Sporthalle und später auch die erste Kölnarena in Ekstase zu versetzen, wenn er im weißen Dinnerjacket auf die Bühne trat und sich auf „seinen“ Barhocker setzte, Willy Millowitsch machte in der Person von Oliver Hoff der Pressekonferenz, die eigentlich mehr eine Geburtstagsfeier im kleinen Kreis war, seine Aufwartung. Oliver Hoff, ein wunderbarer Parodist unseres großen Kölschen Jung, eröffnete seinen Auftritt mit dem charmanten Witz, er habe sich mal eben vom Melaten weggeschlichen, wo sie eine Eigentümerversammlung gehabt hätten. Man kann sicher sein, der wahre Willy wird das sicher mit großem Spaß beobachtet haben.



Die Veranstaltungen der „Lachenden“ sind nahezu immer ausverkauft und schon Tage vor Verkaufsstart campen die Jecken vor den Verkaufsstellen. Die bekannteste Verkaufsstelle ist am Rudolfplatz, wo die Wartenden immer von Künstlern und den verantwortlichen der Gastspieldirektion Otto Hofner besucht werden und mit ihnen ein wenig zu feiern, denn diese Treue muss belohnt werden. 
Apropos Treue! Da gibt es noch jemanden, der seit Jahrzehnten der Lachenden in Köln die Treue hält, er ist quasi die Stimme der Lachenden Kölnarena und auch vorher der Sporthalle. Ich sage nur „Und an der Spitz der Toni Schmitz…“ und jeder weiß wer gemeint ist. Charly Kayser, der Moderator des Einzugs der Veedelsvereine, ist quasi ein Urgestein der Veranstaltung und nicht mehr wegzudenken. Wie ich erfahren konnte, wird er die Moderation so lange machen, wie er sich das zutraut. Noch weitere 50 Jahre vielleicht nicht, aber sicherlich noch einige Jahre, denn das hält Charly fit. 
Charly, mein lieber Fürst Anagai (das sei mir an der Stelle erlaubt! Insider wissen warum!) bleib gesund und erfreue uns noch viele Jahre! Ich hatte 22 Jahre das Vergnügen, dich im Foyer (Sporthalle), vor, hinter und auf der Bühne erleben zu können. Ja, Sie lesen richtig, ich war 22 Jahre ein kleines Stück dieser Veranstaltung und diese Erinnerungen, sei es an die Katakomben der Sporthalle und die Enge darin oder aber an die Warterei, bis es endlich mit dem treuen Husar losging, werde ich sicher nicht vergessen! Ich bin stolz, ein Teil davon gewesen zu sein, auch mit unserem Tanzcorps Attila Rex auf der Bühne, wo wir durch den Ausfall einer anderen Tanzgruppe kurzfristig auftreten durften. 
Ob beim Gruppenbild, oder beim gesamten Ablauf der Pressekonferenz konnte man eines merken: Diese „Konferenz“ war für die Jecken und die Künstler waren für jeden zum „Anfassen“ nah und gerne für das ein oder andere Foto zu haben. Das ist Köln! 
Das Bühnenbild der großen Bühne sah zwar spartanisch aus, es handelte sich um sechs Holzwände, die angestrahlt wurden, doch wer schon einmal als Künstler auf der Bühne stehen durfte, oder auch nur am Einzug der Vereine teilnehmen durfte, der erkannte sofort, was das für Holzwände waren. Es waren die Wände des Allerheiligsten, des „Beichtstuhls“. Dort halten sich die Künstler kurz vor ihrem Auftritt auf und werden von Frau Christa Drmota und Michael Burgmer betreut. Die beiden netten Menschen sind neben Herrn Bauer-Hofner die Macher im Hintergrund der Lachenden, die sich um alles kümmern, aber auch wirklich um ALLES. 
So war auch vielen die Überraschung anzusehen, als Eberhard Bauer-Hofner gemeinsam mit Micky Nauber und den Domstürmern das Jubiläumslied der Lachenden sang. Der Chef kann singen und das sogar auf Kölsch. Ein Lied, in dem viele Namen aus 50 Jahren genannt werden, die vielleicht zum Teil nicht mehr unter uns weilen oder sich einfach nur in den Unruhestand versetzt haben. Denn Ruhestand, den gibt es im kölschen Karneval sowieso nicht. 
Zum Schluss noch ein paar „kalte“ Fakten zur Lachenden. Bis 2014 gab es insgesamt 385 Lachende in Köln, davon 199 in der Sporthalle (1999 abgerissen) und 186 in der  Köln-/Lanxessarena mit 192.500 Mitwirkenden. 19.250 Jecke standen als Doppelter Elferrat oder Dreigestirn mit Equipe auf der Bühne, 5005 Künstler, Gruppen und Vereine sind in den letzten 50 Jahren auf die Bühne oder einfach nur durch die Halle gezogen. Vier Millionen Besucher und damit Jecke haben die Lachende erlebt und gefeiert. 
Auf die nächsten 50 Jahre! Im kommenden Jubiläumsjahr wird es noch einige Aktionen aus dem Hause der Gastspieldirektion Otto Hofner geben, wie etwa eine Verlosung unter den Gästen der Lachenden Kölnarena 2015, die ab 23.Januar 2015 für 13 tolle Tage in der Arena laache, fiere und danze. Es gibt noch Restkarten, also ran, denn das muss man erlebt haben.
 

Text und Fotos: Kurt Braun



50 Jahre Laache, danze und fiere mit Selbstverpflegung

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