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Diskösch in der Ülepooz der Kölsche Funke rut-wieß

2014
 


Presse opjepaß, et jitt jet Neues!
Diskösch met dr Press in der Ülepooz der Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V.
Köln. Die Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V. haben am 27. November 2014 wieder einmal die Presse zum alljährlichen „Diskösch met dr Press“ eingeladen und zahlreich waren Vertreter von Presse, Internet und Fernsehmedien erschienen, um zu erfahren, was es Neues bei den Funken gibt.
Dieter Szary (Fitschbunn), Pressesprecher der roten Funken begrüßte die anwesenden Medienvertreter und natürlich auch einige Vorstandskollegen in der Wachstube der Ulrepforte. Präsident Heinz-Günther Hunold (Laachduv vun dr Ülepooz), Vizepräsident und Generalpostmeister Willi Stollenwerk (Feldschloot), Schatzmeister Peter Pfeil (Plaatekopp), Corpsadjutant Jens Egg (Backes), Burgvogt Ulrich Schlüter (Döppcheslecker) und Schirrmeister Günter Ebert (Blömche) waren neben Ehrensenatspräsident Heinz-Jürgen Müller erschienen, um der Presse Rede und Antwort zu stehen. Auch unter den Gästen das Wertvollste, was die Funken haben: Die Marie Jacqueline Melcher und ihr Offizier Pascal Solscheid (Funkendoktor). Sie brachten neben zwei staatsen Funken in Uniform Farbe in den Abend, natürlich nur die der Gesellschaft: Rut un Wieß. Eine Medienvertreterin begrüßte Heinz-Günther Hunold dann besonders, denn Anna-Sophia Sahm, die Marie der Ehrengarde der Stadt Köln 1902 e. V., war zur Unterstützung ihres RTL-West Kollegen Sebastian Reddig mit zum Diskösch erschienen. 
Es gab zahlreiche Informationen rund um die Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V., die in einen kulinarischen Rahmen von unter anderem rheinischem Sauerbraten gekleidet wurden vom Cateringservice Klein. Musikalisch untermalt wurde der Abend von Christian Kusen am Akkordeon mit kölschen Tönen. 


Zu Beginn verkündete der Präsident der roten Funken einige personelle Veränderungen. Die erste Veränderung gab es bei den Funkenförderern im Vorstand, wo Alexander Wüerst, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Köln, den Vorsitz von Klaus Franz übernommen hat, welcher sieben Jahre lang erfolgreich die Geschicke des Fördervereins geleitet hat. 
Auch im Senat der roten Funken gab es einen Wechsel in der Leitung, wo Hans-Willy Fahnenbruck (Jungfrau Hanny im Dreigestirn 1998) das Amt des Senatspräsidenten von Heinz-Jürgen Müller, General der Funken übernahm. Die Amtsübergabe wird am 29. November vollzogen und der bisherige Präsident wird zum Ehrensenatspräsidenten ernannt. 
Neben den Veränderungen wird es aber auch Neuheiten geben, die schon in der kommenden Session umgesetzt werden. Wichtiges Thema hierbei ist für die Funken die „Inclusion“, also die Einbeziehung von behinderten Mitmenschen, damit sie ohne Einschränkungen den kölschen Karneval erleben können. Gemeinsam mit der AOK Rheinland, am Abend vertreten durch Michael Weddinghoff, mit der man eine Kooperation eingegangen ist, werden die Funken sich diesem Ziel zuwenden. Die Auswahl der Behinderten, so Herr Weddinghoff, wird über die zahlreichen Selbsthilfegruppen in Köln geschehen, da Köln ein breites Engagement auf diesem Gebiet hat. 
Hierzu wird es verschiedene Maßnahmen geben, wie etwa den Umbau der Rosenmontagstribüne am Gürzenich, die rollstuhlgerecht umgebaut wird, damit auch Jecke, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, den Rosenmontagszug hautnah erleben können. Ebenso werden behinderte Kinder mit ihren Betreuerinnen und Betreuern zur Kindersitzung eingeladen, wo schon seit einigen Jahren Kinder aus sozial schwachen Familien unter der Schirmherrschaft von Bürgermeisterin Elfie Scho-Antwerpes geladene Gäste sind und einen unbeschwerten Nachmittag erleben können. Behinderte und nicht behinderte Kinder sollen ganz normal gemeinsam den Karneval erleben. Eine Normalität, die leider noch nicht ganz „normal“ ist. 
Ein weiteres wichtiges Thema, so Präsident Heinz-Günther Hunold, ist die Einbeziehung der Flüchtlinge, die in der letzten Zeit nach Köln gekommen sind. Statt nur zu reden, werden die Funken aktiv an der Integration zumindest zunächst der Flüchtlingskinder arbeiten und laden daher diese Kinder ebenfalls zur kommenden Kindersitzung ein. Es sei erschreckend, dass jeder sagt „wir müssen helfen“, aber niemand die Flüchtlinge vor der eigenen Haustüre haben möchte. Hier wollen die roten Funken ein Zeichen setzen und den „Neu-Kölnern“ unser geliebtes Brauchtum näher bringen. Eine gute Idee, die hoffentlich Nachahmer finden wird. 
Die Fortschritte der Bauarbeiten an der Ülepooz erläuterte Herr Hunold. Der Neubau, der von der Stadt und Brandschutz geforderten Notausgänge für den Gewölbekeller läuft auf Hochtouren. Man ist guter Hoffnung, dass im kommenden Jahr die Arbeiten abgeschlossen werden und damit das Nutzungsverbot aufgehoben werden kann. In enger Abstimmung mit Stadt, Brandschutz und Denkmalschutz arbeitet man auch an der Planung eines Erweiterungsbaus, der aber momentan noch hinten angestellt wird. Dieser Erweiterungsbau, der nach Möglichkeit dem historischen Bild der Ulrepforte angepasst werden soll, dient dann später dem Geschäftszimmer und der Kleiderkammer, die momentan im 36 m hohen Turm sind. Wer die Ulrepforte schon einmal besichtigen durfte, der weiß, wie eng es dort ist. In der Ulrepforte ist Geschichte erlebbar von 1180 bis heute, was zahlreiche Führungen an Interessierte weiter geben. 
Heinz-Jürgen Müller und Dr. Leifeld erläuterten den Stand der Archivierung und Online-Stellung der 1347 Feldpostkarten, die die an der Front des ersten Weltkriegs kämpfenden Funken an ihren Präsidenten und Kommandanten Theo Schaufuss geschickt haben und die in schweren Sammelbüchern aufbewahrt wurden. Anlässlich des 100. Jahrestages des Beginns des ersten Weltkrieges in diesem Jahr hatten sich die Funken vorgenommen, diesen Schatz der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Arbeiten sind hierzu noch nicht ganz abgeschlossen, aber im Januar 2015 wird man mit der Homepage zu dem Thema Feldpostkarten ins Netz gehen und dann kann man einen Einblick in die damalige Zeit bekommen. Auch die Liebesgaben-Bücher, wo genau aufgeschrieben wurde, wer welche Mengen an Zigarren, Süßigkeiten usw. in den Paketen an die Front geschickt bekommen hat. Der damalige Präsident hat seine an der Front kämpfenden Mitglieder nicht vergessen, auch wenn er dafür sein gesamtes Vermögen aufgebraucht hat. Einige der Feldpostkarten und eines der Sammelbücher sind im Stadtmuseum ausgestellt im Rahmen einer Ausstellung zum Jahrestag des Kriegsausbruchs. Die Universität Frankfurt und auch die Humboldt-Universität Berlin haben großes Interesse an der Kartensammlung bekundet.
Präsident Heinz-Günther Hunold gab einen Überblick über die kommende Session 2015. Es wird insgesamt 17 eigene Veranstaltungen geben, hinzu kommen die Sitzung der SBK Köln in der Mülheimer Stadthalle und zwei Aufzüge mit anschließender Moderation durch den Präsidenten der Lachenden Kölnarena. Im Zeichen des aktuellen Mottos „Social Jeck - kunterbunt vernetzt“ sind einige Aktionen in der nächsten Zeit und der Session geplant, so wie am 10.11. als Stabstrompeter Helmut Blödgen auf der Schildergasse Martinslieder auf der Trompete spielte und immer mehr Musiker seines Orchester dazu kamen. Das Video zu diesem „Flashmob“ bei dem niemand etwas groß sagte, ist auf der Internetseite der Funken zu finden. 40.000 Menschen aus aller Welt haben sich das Video bereits angesehen. 
Auch zum 50jährigen Jubiläum der Zusammenarbeit mit der THC Kalk – Humboldt, dem Regimentspielmannszug der kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e. V. wird es noch die ein oder andere nette Überraschung geben.
Auch „Uniform“-technisch wird es eine Veränderung bei den Funken geben, denn die „alten“ schweren Litewken werden in der kommenden Session aus leichteren Stoffen neu aufgelegt, damit sie auch im Sommer ohne Probleme getragen werden können. 
Zum Abschluss des Presseabends präsentierten die roten Funken ihren neuen Sessionsorden, der passend zum Motto einer Platine nachempfunden ist, die von kölschen Originalen, Weltbürgern und einem Funken umgeben ist. Eine kleine Überraschung hinter dem drehbaren Funkenlogo in der Mitte wird der Kenner schnell finden. Die Anwesenden des Diskösch kommen anschließend traditionell in den Genuss, die Ersten sein zu dürfen, die den neuen Sessionsorden erhalten. Während der Verleihung zeigte Michael Hecker von Ülepooz-TV einige Fotos und freigegebene Videosequenzen aus den Dreharbeiten in Prag. In dem Film geht es um die Nachkriegsgeschichte der Frauen in Köln nach dem Krieg. Im Frühjahr 2015 wird man dann die roten Funken wieder einmal im Fernsehen erleben können.

Fotos und Text: Kurt Braun



Diskösch in der Ülepooz der Kölsche Funke rut-wieß

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